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Maintal Tagesanzeiger, 05. Februar 2003
Ein freundliches und zuvorkommendes
Auftreten ist heute gefragter denn je.
Davon ist Tanja Baum, Inhaberin der "Agentur für Freundlichkeit",
überzeugt: "Der Freundlichere gewinnt"
Maintal/Köln (leg). _ Mit freundlichem Auftreten kann man
mehr erreichen, als wenn man stets mürrisch und stoffelig
durch die Gegend läuft. Das findet zumindest Tanja Baum,
die Inhaberin der Kölner "Agentur für Freundlichkeit", die
Firmen, Unternehmen, aber auch städtische Verwaltungen berät.
Das Setzen auf die Karte Freundlichkeit hat sich für die
sympathische Sozialwissenschaftlerin gelohnt. Das Interesse
der Unternehmen ist groß. Unter anderem berät Tanja Baum
die Mercedes Niederlassung in Frankfurt/Offenbach, die Bayerischen
Beamten Versicherung AG in München, das Sozialamt der Stadt
Dortmund und die Deutsche Post AG in Bonn.
Gerade im Dienstleistungssektor sind nach Ansicht von Tanja
Baum das Auftreten, der freundliche Umgangston und zuvorkommendes
Handeln ganz entscheidend. Und immer wieder hat sie es erlebt,
dass es um diese Umgangsformen gar nicht gut bestellt ist.
Oft bekomme man zum Beispiel beim Einkaufen den Eindruck,
dass der Kunde für den Verkäufer oder die Verkäuferin eine
Art Feind darstelle ("Feindbild Kunde"). Manche Angestellte
von Warenhäusern oder Supermärkten reagierten oft mit den
Aussagen "Weiß ich nicht" oder "Dafür bin ich nicht zuständig".
Kundenfreundlichkeit sei in Deutschland in vielen Fällen
tatsächlich noch ein Fremdwort.
Anscheinend haben dies bereits einige Unternehmen bemerkt
und versuchen, ihren Absatz in der momentan schwierigen
wirtschaftlichen Lage auch dadurch zu steigern, dass sie
ihre Angestellten zu mehr Freundlichkeit und Kundenservice
veranlassen. Und da ist die "Agentur für Freundlichkeit"
ein gern gesehener Partner, der in Schulungen und Seminaren
dafür sorgt, dass die Umgangsformen im Dienstleistungsbereich
sich verbessern _ zum Wohl der Unternehmen, aber eben auch
der Kunden, die sich dann nicht mehr als Eindringlinge,
sondern als willkommene Gäste fühlen.
"Freundlichkeit macht den Unterschied"
Eines der Motti der Agentur lautet: "Freundlichkeit macht
den Unterschied. Heute mehr als je zuvor". "Der freundlichere
Mensch gewinnt", davon sind Tanja Baum und ihre Mitarbeiterinnen
überzeugt. Besserer Service und zuvorkommende Behandlung
seien für Kunden und Geschäftspartner heute wichtiger als
früher, wenn sie sich für einen Kauf oder Geschäftsabschluss
entscheiden und zwischen verschiedenen Angeboten wählen
können.
Denn, Mitarbeiter, die sympathisch auftreten, spricht man
eben viel lieber an als mürrisch umherlaufenden Damen und
Herren, die schon den Blickkontakt mit dem Kunden scheuen.
Den Kunden müsse einfach vermittelt werden, dass sie willkommen
sind. Und tatsächlich geht es ja vielen von uns so, dass
man sich darüber freut, wenn einem im Geschäft eine freundliche
Behandlung widerfährt und der Eindruck sich verfestigt,
dass man nicht lästig ist, sondern es dem Gegenüber Freude
bereitet, einen zu bedienen und zu informieren.
Ein wichtiger Punkt ist für Tanja Baum und ihre Agentur
aber auch, dass die Mitarbeiter der Unternehmen zudem selbst
von ihrem freundlichen Umgang profitieren. Nämlich durch
mehr Freude am Kontakt und an der Kommunikation mit Kunden.
Durch mehr Möglichkeiten zur Gestaltung seines Berufsalltags.
Auf einen Nenner gebracht: Durch ein insgesamt angenehmeres
Arbeiten erleichtert man sich einfach den Alltag im Berufsleben.
Im Übrigen, so Tanja Baum, gelte das auch für den privaten
Bereich. Wer immer gereizt und unfreundlich auftritt, dem
werden über kurz oder lang die Freunde abhanden kommen.
Mit ihren Schulungen und Personalberatungen will die "Agentur
für Freundlichkeit" Freundlichkeit als Teil der Unternehmenskultur
etablieren. Und das rege Interesse zahlreicher Firmen im
gesamten Bundesgebiet und auch in der Schweiz zeigt, dass
Tanja Baum mit ihrer Philosophie richtig liegt.
Positive Erwähnung im Jahresbericht
Die bereits angeführte Mercedes-Niederlassung in Frankfurt/Offenbach
erwähnt den positiven Einfluss der Zusammenarbeit mit der
Kölner Agentur sogar in ihrem Jahresbericht: "Alle Mitarbeiter
im Kundenkontakt wurden durch spezielle Schulungen, Workshops
und Coaching am Arbeitsplatz _ insbesondere auf persönlicher
Ebene _ gefördert, um noch sympathischer, persönlicher und
professioneller auf die Wünsche der Kunden eingehen zu können".
Der Sympathiegewinn durch Freundlichkeit habe sich für die
Niederlassung positiv bezahlt gemacht.
Die vorbildhafte Agentur gibt es seit Januar 1999. Es ist
die erste ihrer Art, die sich auf Training und Personalberatung
in Sachen "Freundlichkeit" konzentriert. Mit insgesamt sieben
Mitarbeitern, davon vier Trainer, verwirklicht Tanja Baum
ihre Vorstellungen von einer zeitgemäßen Agentur für Schulung
und Personalberatung. Überschaubarkeit und Flexibilität
sind dabei wichtige Markenzeichen ihrer Arbeit. Und die
Inhaberin ist zumeist selbst vor Ort, um sich über die jeweilige
Firma und die Mitarbeiter zu informieren und Seminare abzuhalten.
Somit kommt Tanja Baum auf eine stattliche Zahl an Kilometern,
die sie pro Jahr mit dem Wagen zurücklegt. Dass sie dadurch
viel Zeit auf der Autobahn verbringen muss, quittiert sie
mit einem Lächeln. Viel Raum für ein Privatleben bleibt
dabei natürlich nicht. Denn auch am Wochenende gibt es reichlich
zu tun. Nachbereiten der Schulungen und Ausblick auf die
kommenden Seminare und Beratungen. Ihr Terminkalender ist
reichlich gefüllt.
Freundlich "Nein" sagen
Auch als Autorin hat sich die sympathische Rheinländerin
bereits einen Namen gemacht. Ihr Werk "Die Kunst, freundlich
,Nein" zu sagen" hat bei zahlreichen Unternehmen, aber auch
Arbeitnehmern ein großes Echo gefunden. Denn, Freundlichkeit
und das Wort "Nein" schließen sich für Tanja Baum keineswegs
aus. Es sei viel hilfreicher, freundlich "Nein" zu einem
Auftrag zu sagen, von dem man weiß, dass man ihn nicht im
gewünschten Rahmen erfüllen kann, als ihn anzunehmen und
dann daran zu scheitern. Dies bringe der Firma und einem
selbst nämlich gar nichts.
Tatsächlich ist es ja so, dass es vielen Menschen schwer
fällt, eine Aufforderung oder Bitte abzulehnen. Das gilt
ja nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Privatleben.
In dem 190 Seiten umfassenden Buch, das im Ueberreuter Verlag
erschienen ist (ISBN 3-8323-0805-9), zeigt die Autorin auf,
wie es uns gelingen kann, mit einem freundlichen "Nein",
das keine Gefühle von anderen verletzt, eine unangenehme
Situation zu verhindern und eigene Ziele durchzusetzen.
Denn und das ist ein ganz wichtiger Aspekt: "Freundlichkeit
bedeutet nicht, immer nachzugeben". Ein freundliches "Nein",
so Baum, könne nachvollziehbar und trotzdem verbindlich
sein.
In zwölf Kapiteln führt Tanja Baum zahlreiche Fallbeispiele
und Anleitungen auf, die zeigen, wie man freundlich, aber
bestimmt eine Aufgabe oder eine Bitte, die man realistischer
Weise nicht bewältigen kann, zurückweist, ohne damit zwischenmenschlichen
Schaden anzurichten. Der Leser erfährt in nachvollziehbaren
Ausführungen, die weit entfernt von schwierigen wissenschaftlichen
Termini sind, wie er seine Ängste vor dem bewussten Wort
abbauen kann, um sich damit im Alltag auch spürbar von Stress-Situationen
zu entlasten.
Wer mehr über die Arbeit der Kölner Agentur wissen möchte,
der kann sich an folgende Adresse wenden:
Agentur für Freundlichkeit Tanja Baum GmbH, Christophstraße
50 bis 52, 50 670 Köln, Telefon (02 21) 9 13 11 44, Telefax
(02 21) 9 13 11 49. Informieren kann man sich aber auch
im Internet auf der Homepage www.tanja-baum.de.
Lars-Erik Gerth
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