Agentur für Freundlichkeit | Tanja Baum GmbH
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FÜR SIE, Ausgabe 11 / Mai 2005


Auszug aus Artikel: Freundlichkeit siegt. Immer! von Almut Siegert

Freundlichkeit ist nicht Ihr Ding? Kann es werden. Fragen an Personaltrainerin Tanja Baum, 37.

Die Gründerin der Kölner „Agentur für Freundlichkeit“ schult Mitarbeiter in der Kunst des freundlichen Umgangs.

Kann man Freundlichkeit lernen?

Ja. Freundlichkeit besteht aus zwei Komponenten: Einstellung und Verhalten. Manche Menschen haben eine freundliche Grundeinstellung, können die aber nicht rüberbringen. Da ist es relativ einfach. Verhalten kann man trainieren. Wenn jemand eine unfreundliche Einstellung hat, muss man versuchen, die Ursachen zu ergründen. Das können mangelnde Anerkennung und schlechtes Teamwork sein. Auch Einstellungen kann man ändern, das dauert nur länger.

Was ist der Kern der Freundlichkeit?

Der positive Umgang mit den Mitmenschen.

Und wie unterrichtet man Freundlichkeit?

Theoretisch lässt sich das schwer vermitteln. Wir trainieren viel anhand praktischer Übungen, etwa mit Rollenspielen. Dadurch stärken die Mitarbeiter ihre Kommunikationsfähigkeit und setzen sich aktiv mit der Wirkung ihrer Körpersprache auseinander.

Fühlen sich Teilnehmer angegriffen, die freundlicher werden sollen?

Nein. Das Thema hat in den letzten Jahren viel an Bedeutung gewonnen, so dass die meisten sehr aufgeschlossen reagieren.

Sind Frauen nicht sowieso zu freundlich?

Nein, es gibt kein „zu freundlich“. Freundlichkeit ist kein Zeichen von Schwäche. Freundliche Menschen sind in der Regel selbstbewusste Menschen, die es nicht nötig haben, schlechte Laune und Frust an anderen auszulassen. Freundlichkeit hat nichts zu tun mit mangelndem Durchsetzungsvermögen oder Harmoniesucht.

Aber Freundlichkeit hat ihre Grenzen

Der Punkt, an dem der Ärger so groß ist, dass kein Raum mehr für Freundlichkeit bleibt, liegt bei jedem woanders. Freundlich zu sein hat zudem viele Facetten. Beim Streiten kann es zum Beispiel bedeuten, dass man fair und sachlich bleibt und sein gegenüber trotz der Differenzen respektvoll behandelt. Oder sich bei nächster Gelegenheit entschuldigt.